Glashütte Uhren

Ohne seine berühmten Uhren wäre Glashütte wohl kaum bekannt. Vielleicht wissen bis heute auch nur wenige, dass sich hinter dem traditionsreichen Begriff Glashütte Uhren als Namensgeberin eine sächsische Kleinstadt im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge verbirgt. Gerade einmal 7323 Einwohner hat diese sächsische Perle. Mehrere traditionsreiche Uhrenunternehmen wie beispielsweise A. Lange & Söhne waren und sind hier ansässig. Trotz ihrer geringen Größe, die Kleinstadt hat es in sich, beherbergt sie doch das weltberühmte Glashütter Uhren Museum bzw. Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, wie es sich exakt bezeichnet.

Uhren ohne Ende im Museum

Das Museum beherbergt Uhrensammlungen von Weltrang, warum es auch jährlich zahlreiche nationale und internationale Uhrenliebhaber in die sächsische Kleinstadt verschlägt. Neben Armband und Taschenuhren beinhaltet das Museum auch Präzisionspendeluhren sowie Marinechronometer.

Um 1900 liegen die Gründerjahre der Glashütter Uhren Industrie. Vorläufer des Glashütte Uhren Museums war übrigens das so genannte technische Kabinett. Schon nach dem 2. Weltkrieg erkannten die Glashütter Uhren Hersteller, wie wichtig es ist, ihr kulturelles Erbe zu bewahren. Unter dem Direktor des damaligen VEB Glashütte Uhren Betriebe, Siegfried Bellmann, wurde begonnen eine herausragende technische Sammlung zusammenzutragen. Bis heute bildet sie einen wichtigen Teil der Museumssammlung.

Von Diebstahl und Hochwasser

Doch das Museum blickt auch auf eine Geschichte mit einigen Schicksalsschlägen zurück. So wurden im Jahr 1990 wichtige Objekte aus den Schaukästen gestohlen: Unter anderem viel diesem Diebstahl das bekannte Chronometer Nr. 71 von J. Raabe zum Opfer. 2002 folgte das Jahrhunderthochwasser, das eine empfindliche Menge des archivalischen Schriftgutes des Uhrenmuseums zerstörte.

Im Jahr 2006 wurde schließlich die Baumaßnahmen am neuen Deutschen Uhrenmuseum Glashütte begonnen. Kein geringeres Bauwerk als das Gebäude der Deutschen Uhrmacherschule beherbergt heute das Museum mit seiner umfangreichen Sammlung. Die feierliche Eröffnung fand im Mai 2008 statt. Mit Stolz können nun über 400 Objekte rund um das Thema Glashütte Uhren präsentiert werden und auch berühmte Gründerväter wie Adolf Schneider, Julius Assmann und F.A. Lange finden Erwähnung.

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